Tja, mein letzter Eintrag ist ja nun schon ein bisschen her, deswegen werde ich jetzt mal so viel wie möglich nachtragen. Entschuldigung für die Verspätung!!
In den letzten zwei Arbeitswochen vor den Ferien ist in der Schule, sprich bei meiner Arbeit ist nicht viel passiert. Es standen ja die Zeugnisse an, so das ich fast jeden Tag mit Tausenden von Zetteln und Briefumschlägen zu tun hatte. Bevor ich am 6. Dezember zu einem weiteren Surf Day mitgegangen bin, wurde ich morgens noch mit einem Schuh voller Schokolade überrascht. Der Nikolaus hat also auch den Weg nach Australien gefunden. Am Freitag, dem 7. Dezember war in der Junior School Final Assembly angesagt, bei der ich beim Aufbau beteiligt war und beim anschließenden Grillen geholfen habe. Freitag Abend war ich dann wieder mit Phil, James, James Manson und Nathan unterwegs. Am Samstag Abend waren wir alle zu einer Geburtstagsfeier von einer Freundin von James eingeladen. War ein echt netter Abend. Sonntag dann stand der ganze Tag im Zeichen der Erholung =). Montag in der Schule war nichts besonderes los. Es hieß mal wieder Zeugnisse korrigieren, eintüten, etc. Zum Abendessen waren noch Nathan, Oncle Peter und die Oma da. An diesem Abend hatten wir auch das bisherige Topspiel beim Basketball. Wir sind auf das einzige (neben uns) ungeschlagene Team getroffen und haben letztendlich etwas glücklich mit 31:32 gewonnen. Am Dienstag waren wieder Zeugnisse angesagt. Zwischendurch habe ich den Lehrerinnen der Junior School geholfen ein paar Kisten zu schleppen und dann war der Tag auch wieder rum. Zwischenzeitlich hat man immer mal ein paar ruhige Minuten, die ich dann für die Reiseplanungen des Roadtrips genutzt haben. Mittwoch waren dann keine Schüler mehr in der Schule, nur noch Lehrer. Dieser Tag sollte für die Vorbereitung für die Presentation Night genutzt werden. Hierbei hatte ich jedoch nicht wirklich viel zu tun, so dass ich neben Zeugnisse korrigieren und eintüten ein bisschen Freizeit hatte. Zudem durfte ich noch die ganzen Zeugnisse nach Häusern und Tutoren sortieren. Ich bin noch mit einer Lehrerin zum Lunch gefahren und habe mich anschließend wieder dem Surfen im Internet zugewandt. Abends bin ich mit Margie, Bill und Matt ins Sydney Entertainment Centre in den Olympic Park gefahren. Hier hat die Presentation Night stattgefunden, bei der viele Reden gehalten wurden und mit zahlreichen Musikstücken und Filmen ein unterhaltsames Programm gezeigten wurden war. Donnerstag, der 13.12, war mein letzter Arbeitstag und es gab sogar einen Zeitplan für alle Lehrer. Bis 11 Uhr aufräumen, bis 2 Uhr Chapel, Reden halten und Award-Verleihung, und anschließend großes Lunch. Da heute schon keine Schulbusse mehr gefahren sind, bin ich mit Mrs. Dunlop, einer Lehrerin, die in der Nähe wohnt, mitgefahren.
Freitag, mein erster Ferien. Schon relativ früh am morgen (gegen 11Uhr) bin ich mit Matt, meinem jüngsten Gastbruder mit der Tram zum Sydney Aquarium gefahren, wo wir bis zum späten Nachmittag waren. Nach einer Stärkung bei MacDonalds ging es wieder nach Hause. Abends haben James und ich uns dann mit Phil, Manson und Nash getroffen und nach einem kurzen Subways – Besuch sind wir in den RSL Club gefahren, wo wir wiederum andere Freunde von James getroffen haben. Am Samstag morgen bin ich mit meinen Gasteltern in die City gefahren. Doch da sie bei einem Geschäftsessen eingeladen waren, habe ich drei Stunden Zeit gehabt, in denn ich machen konnte was ich wollte. Ich habe also mal sehr rechtzeitig mit Christmas-Shopping angefangen und ein bisschen am Hafen relaxt. Sobald wir wieder zu Hause waren, haben James, Matt, Bill und ich uns auf den Weg zum Telstra-Stadium gemacht. Auf dem Weg dorthin haben wir noch Oncle Peter abgeholt. Das Spiel Sydney vs. Perth war mit einem Endstand von 2:4 zwar sehr torreich, trug allerdings nur zur Erheiterung meines kleinen Gastbruders Matts bei. Back home habe ich dann nur noch meine meinen großen Rucksack für die anstehende Reise gepackt und natürlich meine kürzlich erworbenen Weihnachtsgeschenke verteilt.
Früh am Morgen des 6. Dezembers hat mich mein Gastvater Bill zu um sieben zum Flughafen gefahren. Der Flug nach Brisbane verlief ohne Probleme. Nach einer kurzer Ratlosigkeit am Zielflughafen, die auf Grund der Zeitverschiebung zwischen New South Wales und Queensland entstanden ist, habe ich mich mit dem Zug in Richtung City aufgemacht. Dort habe ich an einem vorher vereinbarten Treffpunkt dann Maike und ihre drei mitreisenden Freunde getroffen und nachdem ich in meinem Hostel (!!) eingecheckt habe haben wir zu fünft eine dreistündige Bootstour unternommen, bei der man einen guten Blick auf die Skyline Brisbanes genießen konnte. Wieder zurück im Hostel habe ich dann Fabian (ein Gapper, den ich aus Melbourne kenne) getroffen. Nach einem von Fabian und mir gekochten Nudelgericht sind wir noch für ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Am nächsten Tag (das Wetter war wieder so bescheiden wie am Tag zuvor, aber deutlich schwüler) habe ich zunächst die Botanischen Gärten erkundet und einen riesen Rundgang durch die Stadt gemacht. Anschließend habe ich mich wieder mit Fabian getroffen und nach einem kurzen Zwischenstopp im hosteleigenen Pool haben wir uns wieder mit Maike, Caro, Christoph und Sophia getroffen und Abends sind wir ein bisschen gefeiert.
Die nächsten zwei Tage habe ich zusammen mit Fabian auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt, verbracht. Mit einem 4-WD sind wir von Brisbane aus zusammen mit unserem Fahrer und sechs anderen Mitreisenden gen Norden gefahren. Nach kurzen Stopps in Noosa Heads und in Rainbow Beach sind wir schließlich auf Fraser angekommen. Das Wetter war am ersten Tag nicht wirklich gut. Zunächst sind wir in das Resort gefahren, wo wir die Nacht über verbringen wollten um dort unser Gepäck abzuladen. An unserem ersten Tag auf Fraser waren wir nur am Lake Wabby, ein kleiner, aber sehr schöner Süßwassersee, bei dem das Schwimmen echt Spaß gemacht hat. Am zweiten Tag und heute auch bei richtig gutem Wetter, haben wir das Schiffswrack besichtig und sind dann weiter zum Eli Creek und zum Lake McKenzie gefahren. Lake McKenzie ist einfach fantastisch. Ein total klarer Süßwassersee mit schneeweißen Sandstrand. Fast wie in der Karibik. Nach einem kurzen Abstecher in den Regenwald auf Fraser ging es wieder zurück auf das Festland. Mit ein bisschen Verspätung, da uns auf dem Highway ein Reifen geplatzt war, sind wir wieder in Brisbane angekommen. Jetzt hieß es erst mal eine Jugendherberge suchen und nach der vierten Anfrage haben wir schließlich ein Zimmer gefunden. Wie es der Zufall wollte, war es in dem Hostel, in dem auch Maike, Sophia, Christoph und Caro seit ein paar Tagen wohnen. Somit haben wir den Abend wieder zusammen verbracht.
Unsere nächste Station war dann Surfers Paradise. Nach der Ankunft im Hostel und nach zahlreichen Badegängen haben wir noch Lukas, Manu und Thomas getroffen. Ich kenne sie schon aus Deutschland von den Vorbereitungstreffen. An unserem zweiten Tag ins Surfers (21.12.2007) haben wir uns am Nachmittag Surfboards ausgeliehen, um ein wenig unsere Surfskills zu verbessern=). Den ganzen Tag haben wir deshalb am Strand verbracht. Abends sind wir dann wieder feiern gewesen. Die Stadt an sich ist ganz o.k.. Viele Hochhäuser direkt am Strand und viele Baustellen. Das Wetter war nicht ganz so gut wie erhofft. Es war zwar immer warm, aber trotzdem meist ziemlich bewölkt.
Schon früh am Morgen des 22. Dezembers haben wir uns mit dem Greyhoundbus Richtung Byron Bay aufgemacht. Eine Jugendherberge wurde schnell gefunden und mit den drei englischen room mates haben wir uns gut verstanden. Kaum angekommen, haben wir uns die kostenlosen Boards geschnappt und haben den Rest des Tages mit Surfen und Bodyboarden verbracht. Abends sind wir in zwei der lokalen Clubs gegangen und zusammen mit den Engländern haben wir dort gefeiert. Nach dem Auschecken am nächsten Tag haben wir uns kostenlos zwei Fahrräder geliehen und haben dann eine einstündige Radtour zum Lighthouse gemacht, dem östlichsten Punkt des australischen Festlands. Nach einer weiteren Surfeinlage hat Fabian sich dann auf den Weg nach Coffs Harbour gemacht und ich habe dann Benni und Andi (Gapper, die ich auch schon aus Deutschland kenne) getroffen. Mit ihnen werde ich bis Sylvester den Roadtrip fortsetzen. Benni und Andi besitzen einen Van, mit dem wir von A nach B kommen und in dem man nach einigen Umbauaktionen auch schlafen kann. Nachdem die beiden mit also eingesammelt haben, haben wir auf einem Parkplatz am Strand mit einem Gaskocher Nudeln gekocht. Übernachten wollten wir ein bisschen außerhalb der Stadt, an einem Straßenrand. Doch unsere Nachtruhe wurde bereits um 3 Uhr gestört, als ein Ranger uns klarmachte, dass wir bei unsere Suche nach einem Schlafplatz in völliger Dunkelheit auf einem Privatgrundstück gelandet sind. Wir sind dann also auf eine anderen Parkplatz gefahren, direkt vor einen Supermarkt. Nach einem Müsli- und Nutellabrotfrühstück habe ich dann meine ersten Kilometer auf australischem Boden fahrend zurückgelegt. Nachdem dem sich Andi ein Surfboard gekauft hat, sind wir an den Strand gegangen, die Sonne genießen und natürlich surfen. Das Wetter war jetzt pünktlich zu Weihnachten echt gut. Blauer Himmel, viel Sonne und zahlreiche Delfine. Nach dem Kauf eines 8$-Coles-Plastiktannenbaums haben wir uns mit unseren Weihnachtsmützen wieder an den Strand begeben. Wir waren echt eine Touristenattraktion. Leute sind vorbeigekommen um von uns Fotos zu machen bzw. mit uns Fotos zu machen. Anschließend sind wir dann weiter in Richtung Leuchtturm gefahren. Hier haben wir Annika, Bianca und Tobi getroffen (drei deutsche Work und Traveller). Zusammen haben wir Fondue am Strand gegessen. Nach einem kurzen Abstecher zurück an den Main Beach haben wir dann einen Schlafplatz beim Leuchtturm gefunden. Am 25. Dezember haben Benni und ich es dann geschafft, das neu erworbene Autoradio einzubauen. Wir sind dann anschließend in eine Jugendherberge gefahren, um dort mal eben kostenlos für 1.5 Stunden das Internet zu nutzen. Heute haben wir nichts weiter besonders gemacht. Geschlafen haben auf dem Campingplatz, auf dem auch Annika, Bianca und Tobi sind. Da allerdings die Reception schon geschlossen hatte, konnten wir noch nicht mal etwas bezahlen (schade!!).
Am Boxing Day, dem 26. Dezember haben wir Byron Bay verlassen. Nach einem Stopp in Lismore mit einem köstlichen Parkhausfrühstück sind wir weiter nach Nimbim gefahren. Diese Stadt, oder besser dieses Dorf, ist wohl eine der Drogenhochburgen Australiens. Hier steht wirklich alles im Zeichen der Hanfpflanze. Nachdem wir dort einmal die Hauptstraße rauf und runter gelaufen waren, haben wir uns auf den Weg nach Red Rock gemacht. Nach ein bisschen Fußballspielen haben wir es uns auf dem Campingplatz gestellt, wieder ohne die Möglichkeit zum Bezahlen zu haben ;-). Am nächsten Morgen sind wir in den Dorrigo National Park gefahren. Nach einer ziemlich langen Fahrt auf einer Schotterpiste durch den Regenwald und nach zahlreichen Fotostopps haben wir uns die Dangar Falls angeguckt. Im Ort Dorrigo selbst haben wir eine Eispause eingelegt und sind dann zu dem Rainforest Skywalk gefahren, der bei weitem nicht so spektakulär ist, wie es sich anhört. Trotzdem konnte man eine gute Aussicht genießen, bevor wir weiter nach Coffs Harbour gefahren sind. Abendessen gab es heute in einer Pizzeria. Die Stadt selbst ist aber nicht wirklich gut, sodass wir noch am selben Abend weiter Richtung Süden gefahren sind. Direkt am Highway haben wir auf einem Rastplatz übernachtet. Am 28. Dezember sind wir dann schließlich in Port Macquarie angekommen. Bei sehr gutem Wetter haben wir fast den ganzen Tag am Strand verbracht. Nachdem wir uns ein wenig die Stadt angeguckt hatten, haben wir alles für das große Hot Dog Essen eingekauft. Die Schlafplatzsuche hatte heute etwas länger als üblich gedauert, sodass wir erst um 3 Uhr auf einem kleinem Parkplatz in einem Wohngebiet fündig geworden sind. Der vorletzte Tag des Roadtrips begann schon um 9 Uhr morgens. Wir sind nach Tancurry-Foster gefahren. Diese zwei Städte sind durch eine große Brücke verbunden unter der ein Meeresarm durchführt. Bei praller Sonne waren wir in dem türkisen Wasser schwimmen. Eine nur 20 Meter vom Ufer entfernte Sandinsel haben wir zum ausruhen und relaxen aufgesucht. Nach einem kurzem Abstecher nach Newcastle haben wir den Van auf den Parkplatz einer Primary School außerhalb der Stadt gestellt. Zum Essen gab es mal wieder Nudeln und den bei Aldi zuvor erworbenen Milchreis. Über Gosford und Manly ging es am 29. Dezember zurück nach Sydney. Gegen halb sechs sind wir bei meiner Gastfamilie angekommen. Nachdem wir alle drei ein bisschen von unserer Reise berichtet hatten, sind wir für zwei Stunden in den hauseigenen Pool gegangen. Später dann sind noch Dean, Phil und Nathan vorbeigekommen und nachdem wir alles zusammen gegessen haben, haben wir Guitar Hero gespielt und Bilder von unserem Trip angeguckt.
31. Dezember 2007: Nachdem wir alle so zwischen 10 Uhr und 12 Uhr aufgestanden waren, haben wir den Verlauf des weitern Tages geplant. James hat Benni, Andi und mich dann gegen halb drei zur Parramatta Station gefahren. Am Queen Victoria Building angekommen, haben wir uns gleich auf den Weg über die Harbour Bridge zum Blues Point gemacht. Bereits jetzt war die Stadt ziemlich voll. Einige Leute hatten sogar Zelte aufgeschlagen, um den besten Platz zu erwischen. Wie es der Zufall wollte, sind uns kurz vor unserm Ziel noch Manu und Niklas begegnet, die, wie sich sogleich herausstellte, mit weiteren Gappern auch am Blues Point sind. Nachdem wir eine kurze Unterhaltung mit den Vertretern des Gesetzes hatte (alle Beteiligten wissen, worum es geht!) haben wir die anderen Gapper schließlich getroffen, direkt am Strand und somit in der ersten Reihe. Wir hatten einen fantastischen Blick auf die Harbour Bridge und auf das Opera House. Um neun Uhr gab es das erste Feuerwerk und das um 12 Uhr war noch um einiges besser und imposanter. Es war eine wirklich super Stimmung und das Feuerwerk war eines der besten, die ich bis jetzt gesehen habe. Sobald die Harbour Bridge für den Verkehr wieder geöffnet wurde, haben wir uns alle in einen der überfüllten Trams gezwängt und sind wieder auf die andere Seite gefahren. Nach dem Besuch einer Bar und eines Clubs, haben wir dann noch den Sonnenaufgang am Hafen mitverfolgt und haben uns dann auf den Weg nach Hause gemacht. Bei hellstem Sonnenschein sind wir schließlich um 8 Uhr ins Bett gefallen.
Neujahr stand dann ganz im Zeichen der Erholung. Da Andi und Benni noch lange geschlafen haben, habe ich mit meinem Gastvater Bill ein typisch australisches Frühstück zubereitet, das wir dann um fünf Uhr gegessen haben. Nachdem wir wieder für ca. eine Stunde im Pool waren, haben wir drei zusammen mit James Abendbrot gegessen.
Am 2. Januar sind Benni, Andi, James und ich dann nach Newport Beach gefahren, wo wir ein bisschen am Strand relaxt haben. Als Dankeschön an meine Gastfamilie, dass Benni und Andi hier übernachten konnten, haben wir drei uns dann als Köche versucht und ein doch sehr gelungenes Abendessen gekocht =). Andi und Benni haben sich dann wieder auf den Weg Richtung Canberra gemacht und ich bin mit Phil und Nathan zu Nash gefahren, wo wir den ganzen Abend lang Guitare Hero gespielt haben.
Der Roadtrip mit Benni und Andi hat wirklich viel Spaß gemacht. Wir haben einiges gesehen und viele gute Dinge erlebt. Vielen Dank für die gute Zeit, Jungs!!
Jetzt ist schon wieder der vierte Januar. Drei Monate bin ich jetzt schon in Australien. Die Zeit vergeht im Moment rasend schnell. Ich bereue es kein Stück, dass ich meinen Zivildienst hier mache.
Nachher fahre ich mit James und Phil in die Blue Mountains zum campen und am 8. Januar fliege ich dann abends nach Neuseeland. Werde am 23. Januar wieder zurück sein und dann beginnt die Arbeit wieder.
Ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit und ihr seid gut in das neue Jahr gestartet.\
Viele liebe Gruesse an euch alle
Thorben
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