Dienstag, 5. August 2008

Winterferien-Fotos

Bevor es mich jetzt drei Tage zum Wandern mit einer Gruppe von Schuelern in den australischen bush verschlaegt, habe ich noch mal ein paar Fotos von den letzten Ferien hochgeladen. Viel Spass beim angucken.
Gruss
Thorben

Freitag, 1. August 2008

Cairns - Brisbane and Alice Springs

So, hier dann mal etwas verspätet der Bericht von meiner letzten Reise in drei Wochen „Winter“-Ferien.
Nach einer sehr spannenden staff conference in Ettalong, an der Küste nördlich von Sydney, ging es am Sonntag, den 29.6 um 19 Uhr mit dem Flugzeug nach Cairns. Zwei Wochen hatte ich Zeit, um bis nach Brisbane zukommen, da von dort mein Flug nach Alice Springs abgehen sollte.
Da ich in Cairns mitten in der Nacht angekommen bin, wollte ich den nächsten Tag erst mal zum Ausschlafen nutzen. Aufgrund der Temperatur, warm und schwül, ist mir das jedoch nicht wirklich gelungen. Meinen ersten Tag in Cairns habe ich dann damit verbracht, mir die Gegend ein bisschen anzugucken. Cairns, das Tor zum Great Barrier Reef, wimmelte nur so von Touristen. Deswegen habe ich mich am nächsten Tag mit ein paar Leuten aus meinem Hostel auf den Weg gen Norden gemacht, zum Cape Tribulation. Dieser Ort, an dem der Regenwald direkt auf die Küste trifft, war unglaublich. Nach einem eiskalten Bad im Mossman Gorge und einem Zwischenstopp in Port Douglas ging es wieder zurück nach Cairns. Am nächsten Tag musste ich früh raus, um meinen Greyhound Bus nach Townsville und die anschließende Fähre nach Magnetic Island zu bekommen. Nach knappen sechs Stunden on the road und einer kurzen Fährüberfahrt habe ich mir in Horseshoe Bay ein Hostel gesucht und mich auf Wanderung begeben. Die nicht gerade sehr große Insel ist landschaftlich sehr schön und ab und zu kommt man an verlassene Buchten, in denen man das Gefühl hat, der erste zu sein, der jemals diese Gegend betreten hat. Auch am nächsten Tag bin ich ein paar Wanderwege abgelaufen, bevor ich am späten Nachmittag die Fähre zurück ans Festland genommen habe. Nach erfolgter Absprache mit drei weiteren Gappern, die ich schon aus Deutschland kenne, habe ich mich Abends mit dem Bus wieder nach Cairns aufgemacht, denn von hier sollte unsere Roadtrip startet. Den nächsten Tag allerdings, den 3.July, haben Niclas und ich am Great Barrier Reef mit Schnorcheln verbracht. Wir haben den ganzen Tag auf einem Boot verbracht und konnten zwischendurch schnorchelnder Weise die Unterwasserwelt bewundern. Nach dem Besuch eines Pubs am Abend, wurde früh am Morgen des 4.7 das Auto beladen und los ging es gen Süden. Nach so einigen Stunden auf der Straße sind wir Abends in Airlie Beach angekommen. Hier haben wir eine am nächsten Tag beginnende 3-Tages-Segeltour gebucht. Der erste Tag begann mit vielversprechendem Wetter. Auf unserer racing yacht durften wir mit helfen Segel zu setzten etc. Schnorcheln stand eben so auf dem Programm wie ein Tauchgang mit anschließendem Relaxen und Sonnen am Strand. Highlight des zweiten Tages waren unter anderem die Wale, die ca. 250m neben unserem Boot geschwommen sind und ab und zu aus dem Wasser aufgetaucht waren. Da es ein bisschen windiger geworden war, sind auch die Segelbedingungen ein bisschen besser geworden und das Hissen des Vorsegels ist zu einem echten nassen Abenteuer geworden. Whitehaven Beach haben wir am 3. Tag besichtig. Leider hatte sich das Wetter nicht gebessert, doch der Strand, der zu den Topstränden Australiens gehört, sah auch bei einer dichten Wolkendecke nicht schlecht aus.
Nach einer Nacht im Hostel in Airlie Beach und Frühstück auf dem Coles-Parkplatz mit reichlich Einkäufen fuhren wir den halben Tag lang nach Yeppoon, was an der Küste, 30km östlich von Rockhampton liegt. Hier haben wir 1.5 Tage bei einer Lehrerfamilie von Lukas uns Thomas placement verbracht. Strandspaziergang, footy, surfen, zahlreiche Stunde vor der Wii und ein großes barbecue standen auf dem Programm. Am nächsten Tag kamen wir nach überstandenem Reifenplatzer in Noosa an. Dort haben wir zunächst unserer Zelte auf einem Campingplatz aufgestellt uns sind dann in den nahegelegenden Nationalpark gefahren. Auch am Folge sind wir ein bisschen im NP hiken gewesen und haben anschließend Surfboards ausgeliehen und haben uns am main beach niedergelassen.
Bevor des dann Abends nach Brisbane ging, haben wir Stopp in einem riesigen Shopping Centre gemacht. Abends sind wir dann ein bisschen in der Innenstadt von Brisbane rumgelaufen und haben dann die Nacht über im Auto nahe am Flughafen verbracht, da Niclas und ich am nächsten Morgen abfliegen mussten.

Tja und am 13.7 habe ich mich dann von Brisbane nach Alice Springs auf gemacht. Am Flughafen habe ich Alyssa und Caity, zwei Freunde aus Sydney getroffen. Wir sind dann gleich zum Hostel gefahren und haben den ersten Stadtspaziergang hinter uns gebracht. In der Zwischenzeit ist auch Nathan, auch aus Sydney, eingetroffen. Schon gleich am nächsten Morgen um 6 Uhr sind wir in den Bus gestiegen. Auf ging es zu drei Tage, zwei Nächte im Outback. Erster Stopp war der Kings Canyon. Bei einer dreistündigen Wanderung konnten wir den Canyon aus jedem Winkel besichtigen. Bevor wir zu unserem ersten Zeltplatz mitten im Nichts gefahren sind, mussten wir alle ein bisschen Holz für das Lagerfeuer sammeln. Geschlafen haben wir unter freiem Himmel bei –2C in sogenannten swags. Tag zwei stand ganz im Zeichen von Katja Tjuta, die Olgas. Nicht weit vom Uluru entfernt ragen diese Felsen aus dem Boden hervor und sind genau wie der Uluru ein wichtiger Bestandteil in der ´dreamtime` der Aboriginies. Bevor es zum Campingplatz ging, durften wir schon mal einen kurzen Blick auf den Uluru werfen und den Sonnenuntergang mit einem unglaublichen Farbwechsel des Uluru bewundern. Geschlafen wurde wieder draußen. Highlight beim Abendbrot war das Zubereiten eines kangeroo tails auf dem offenem Feuer. Am Tag 3 der Tour haben wir den Sonnenaufgang gesehen und sind dann einmal um den Uluru herumgelaufen. Obwohl man schon so viel Bilder und Postkarten vom Uluru gesehen hat, war es doch ein beeindruckendes Erlebnis, diesen Berg mitten im Nichts zu sehen.
Nach Beendigung unser Tour sind wir Abends ein bisschen feiern in einem echten Saloon gewesen. Die restlichen Tage in Alice Springs haben wir mit kleinen Wanderungen Sightseeing (wirklich viel ist dort allerdings nicht) verbracht. Die tagsüber fast 30C, haben uns allerdings ordentlich ins Schwitzen kommen lassen und das im tiefsten Winter.

Seit fast zwei Wochen bin ich jetzt wieder zurück in Sydney am Arbeiten. Heute zum Beispiel war ich den ganzen Tag beim athletics carnival tätig. Ansonsten steht viel Sport an, vor allem in der Junior School. Der nächst dreitägige Hike findet nächste Woche statt.
Gleich geht es für das Wochenende zum Campen in die Blue Mountains.
Letztes Wochenende waren wir auch schon dort, mussten jedoch Samstagabend zurück kommen, da wir zum Rugbyspiel Australia vs. New Zealand gegangen sind.

Tja, die Zeit vergeht einfach wie im Fluge und in zwei Wochen kommen Mama und Papa schon nach Australien. Vier Wochen werde ich jetzt noch Arbeiten und dann geht’s noch einmal nach Melbourne und von da aus nach Hause.

Bis schon bald und viele Grüße von hier...

Samstag, 17. Mai 2008

Fotooooooooooooos!!!

Fotos von der Reise sind auch hochgeladen!!!

Reisebericht

Im Folgendem gibt es nun den Reisebericht von meinem Trip in das Northern Territory und nach Western Australia.

Gleich nach der Arbeit am Donnerstag, dem 10.4, hat mich meine Gastmutter zum Flughafen gefahren. Um 1 Uhr nachts bin ich in Darwin angekommen. Hier hat mich John, der Vater einer meiner Arbeitskolleginnen, empfangen. Nach ca. 1 Stunde ist auch Christian in Darwin angekommen und John hat uns zu unserem Hostel gefahren. Schon gleich während unserer ersten Schritte auf nordaustralischem Boden bekamen wir einen guten Eindruck von der drückenden Hitze, die auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit um einiges höher erscheint als sie eigentlich ist. Und das nachts um 2 Uhr! In der ersten Nacht bekamen wir dann gerade einmal 3-4 Stunden Schlaf. Schon um sieben Uhr am 11.4 stand John mit seinem Jeep und seinem Boot vor unserem Hostel. Es ging dann ca. 180km in südöstliche Richtung zum Corrarrabee Billabong. Nach einem Frühstücksstopp in einem Roadhouse ging es dann ein paar Kilometer auf einer dirt road entlang, auf der wir zahlreichen Kängerus und unserem ersten Krokodil begegnet sind. Den ganzen Tag haben wir dann zu dritt in Johns Boot verbracht. Wir haben ein bisschen gefischt, Krokodile (Salzwassercrocs mit 4-5m Länge) beobachtet, die Sonne genossen und John konnte uns viel über wildlife und die billabongs erzählen. Abends hat John uns wieder in Darwin abgesetzt und nach erfolgreicher Hostelsuche haben wir uns ein paar Stunden Schlaf gegönnt. Auch am nächsten morgen mussten wir um 6:30 Uhr aufstehen, da wir eine Tour zum Litchfield National Park gebucht hatten. Nach einem Stopp am Adelaide River und einem River Cruise inklusive Crocs konnten wir dann riesige Termitenhügel, die Florence Falls und zahlreichen Waterholes im Litchfield NP genießen. Unsere dritte Nacht in Darwin haben wir in unserem Zelt auf einer Grünfläche etwas außerhalb der Stadt verbracht. Auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit und er damit verbundenen schwülen Hitze war an Schlaf allerdings kaum zu denken.
Am 12.4 haben wir dann unsere erste große Bustour gemacht. Fast 12 Stunden lang ging es mit dem Greyhound Bus von Darwin über Katherine nach Kunanarra in Western Australia. Wir konnten schon hier die faszinierende Landschaft und die unglaublichen Weiten Australiens bewundern. In Kunanarra haben wir uns auf einem Campingplatz eingerichtet. Unserer Plan, am nächsten Tag unsere Tour über die Gibb River Road, die durch die Schluchtenlandschaft der Kimberleys führt, ging leider nicht auf. Da die Regenzeit gerade erst vorbei war, war noch ein Großteil der Straße überflutet. Wir haben uns stattdessen zu einer kleinen Wanderung in den Mirima National Park unternommen. Am Abend haben wir uns wieder in den Greyhound Bus gesetzt und sind nach Fitzroy Crossing gefahren. Von hier aus mussten wir die geplante Wanderung von 20km in den Geikie National Park zum Glück nicht machen. Nach den ersten 3 km hat uns freundlicherweise eine Aboriginifamilie mit genommen. Im NP sind wir ein paar Wanderwege abgelaufen und haben den Geikie Gorge bewundern dürfen. Auch auf dem Rückweg konnten wir zum Glück hitchhiken. Unsere nächste Station war dann Broome, an der Westküste Australiens gelegen. Auf Grund der 35 Grad und der Urlaubsatmosphäre in der Stadt haben wir uns entschlossen, einen Tag länger als geplant zu bleiben. Zwei volle Tage haben wir daher am Cable Beach verbracht, angeblich einer der schönsten Strände Australiens. Nach einer Marathonbusfahrt von ca. 22 Stunden sind gegen 5 Uhr morgens in Exmouth am 20.April angekommen. Auf der Fahrt konnten wir wiederum endlosen Weiten Bushlands sehen. Teilweise gab es auf beiden Seiten der Straße keinen Baum bis zum Horizont. Das Gebiet, welches wir hier durchfuhren ist die Great Sandy Desert. In Exmouth selbst war nicht wirklich viel los war und somit sind wir noch am gleichem Tag nach Coral Bay getrampt. Da wir erst abends angekommen sind, mussten wir auf den nächsten Tag warten, bis wir unsere Schnorchelsachen auspacken konnten und uns das Ningaloo Reef angucken konnten. Zwei Tage haben wir uns in Coral Bay aufgehalten und waren jeden Tag stundenlang schnorcheln. Mit einer extra zugelegten Unterwasserkamera konnten wir die zahlreichen Korallen, zig bunte Fische, Rochen und das Hightlight, eine sea turtle festhalten. Vom Strand aus musste man ca. 20m rausschwimmen und schon war man direkt über dem Riff.
Unserer nächster Stopp, nachdem wir zum Manilya Roadhouse getrampt sind, dort sieben Stunden im Nichts auf den Greyhound Bus warten mussten, war Cervantes. Hier sind wir in den Nambug NP gefahren, um uns die weltberühmten Pinnacles anzugucken. Diese Sandsteinsäulen ragen zu Tausenden aus dem Boden auf. Die restlichen knapp 350km nach Perth sind wir am nächsten Tag getrampt. Zunächst in einem großen Truck, der 20000L Diesel geladen hatte und dann in einem Fischtransporter, der Hummer im Wert von einigen Tausend Dollar an Board hatte.
Da wir in Perth für die erste Nacht keine Jugendherberge finden konnte – alles war ausgebucht – haben wir letztendlich auf dem Fußboden in dem Computerraum eines Hostels geschlafen. Am nächsten Tag haben wir uns die Innenstadt angeguckt. Perth, die isolierteste Großstadt der Welt, hat mir sehr gut gefallen. Hier leben übrigens knapp 1.4 Millionen Menschen. In gesamt Western Australia leben gerade mal 2 Millionen. Die zweite Nacht in Perth haben wir dann bei einem weiteren Gapper schlafen können. Am Nachmittag des 26.4 bin ich dann vier Stunden in östliche Richtung zurück nach Sydney geflogen.

Der Trip hat sich echt gelohnt. Auch wenn wir viele, viele Stunden im Bus verbrachten und über 4500km zurück zulegten, haben wir doch eine ganze Menge gesehen. Crocs, Billabongs, Wasserfälle, Schluchten, Strände, Bushland, etc.
Obwohl ich vorher gewarnt wurden bin, dass WA riesig groß sei, war ich jedes Mal wieder erstaunt und fasziniert von den endlosen Weiten des australischen Busches. Man muss selbst einmal durchgefahren sein, um sich die Größe vorstellen zu können.

Freitag, 4. April 2008

Maerz - News

So genau einen Monat ist es her und der März inzwischen auch schon wieder rum ist, denke ich, ist es an der Zeit mal wieder etwas von mir hören zu lassen.

In der ersten Märzwoche habe ich viele verschiedene Aufgaben im Office gehabt, so dass mir dort nie langweilig geworden ist. Zu dem habe ich mich mehrmals als Sportlehrer für Junior School Klassen betätigt. Dabei durfte ich zum Beispiel auch ein eigenes Netballspiel durchführen und beaufsichtigen. Am 6.März stand noch ein weiterer Basketball Day auf dem Programm, bei dem ich allerdings nichts zu hatte (was ich auch schon vorher wusste ;-) ) und somit konnte ich mir die Spiele des Hills Zone Basketball Teams angucken. Freitag Abend war ich wieder mal mit Phil, James, James Manson und Steve unterwegs. Waren bei Krispy Creme Donuts und anschließend in einem Pub. Samstag bin ich dann relativ früh aufgestanden und bin mit meinem Gastbruder James in die City gefahren, wo wir zwei Freunde von mir (Maike und Jojo) getroffen haben. Tja, da fliegt man im die halbe Welt und trifft seinen halben Jahrgang wieder (na gut ein bisschen übertrieben). Abends war dann house party bei Alyssa angesagt und da James zur Zeit keinen Führerschein besitzt durfte ich mich mal wieder hinter das Steuer setzten.
10. und 11. März Year 5 Camp: Schon um 6 Uhr musste ich am Montag aufstehen und ab ging es in die Schule. Mit dem Bus ging es dann weiter zum Deer Park im Royal National Park, südlich von Sydney. Nachdem alle Schüler und Lehrer ihre Zimmer bezogen hatten, bin ich mit einem Lehrer und seiner Gruppe zu der ersten activity gegangen. Den ganzen Tag über haben die 5 verschiedenen Gruppen verschiedene Aktivitäten gehabt (billy carts, low ropes, bush cooking, etc). Das Wetter war perfekt für die ganzen Outdoor Aktivitäten und die big water slide hat für alle, Schüler, Lehrer und dem Direktor für viel Spaß und Erfrischung gesorgt. Auch am Dienstag waren ein paar Aktivitäten geplant. Das Camp hat richtig viel Spaß gemacht, das Wetter war sehr gut und die Schüler haben sich auch alle benommen J.
Mittwoch, 12.März. Riesen Huntsman in meinem Zimmer. Großer Schock. Naja, da sich diese Viecher anscheinend selten bewegen, konnte ich bis zum Nachmittag warten und mich dann mit einem Staubsauger bewaffnet auf die Jagd machen. In der Schule ist an diesem Tag nicht viel passiert. Ein paar Umfragen auswerten und Zeugnisse der 12. Klassen korrigieren. Donnerstag war ich in den ersten zwei Stunden beim Sport für die Year 1s. In der Pause spielen der Lehrer und ich immer Tischtennis oder versuchen uns im Salto schlagen mit einem Trampolin. Ein bisschen Spaß muss ja auch sein. Anschließend war große Feueralarmprobe. Alle Schüler und Lehrer mussten raus und sich entsprechend einer bestimmten Vorgabe ordnen. Da das alles ziemlich lange gedauert hat, war der Schultag danach schon fast um. Ich habe noch für eine halbe Stunde in einer Deutschklasse Aufsicht geführt und ab ging zum Schulbus. Freitag, 14.2, stand wieder ein bisschen Kindergartensport an und Office Work. Abends dann war ich mit Phil, Steve und Nash unterwegs. Zunächst Pizza essen, dann zu Alexis und anschließend für ein paar Stunden zu Phil.

Ja und vom 15.-21.3 ging es dann zum großen Abenteuer Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Schon relativ früh bin ich am Samstag aufgestanden, da ich noch nichts gepackt hatte. Mit einer Lehrerin bin ich dann zum Flughafen gefahren. Nach einiger Zeit war die gesamte Gruppe von 19 Schülern, 2 Lehrern und einem Gapstudent versammelt. Mit dem Flugzeug ging es dann Richtung Norden nach Harvey Bay. Das Wetter war mal wieder sehr gut. Mit einem Bus ging es zunächst zu einem Campinggeschäft, wo wir unsere gas bottles für die Gaskocher (darf man ja nicht mit in das Flugzeug nehmen) gekauft haben. Nach einer Fish-und-Chips-Stärkung haben wir uns alle zur Fähre begeben und haben bei strahlender Sonne die 45minütige Überfahrt genossen. Von Board gegangen sind wir in Kingfisher Bay und dort haben wir sogleich unsere backpacks geschulter und haben und sind los gewandert. Knapp 13km mussten wir an dem Tag noch zurücklegen und da wir erst um 17 Uhr angekommen sind, mussten wir die letzten Kilometer in völliger Dunkelheit (aber natürlich unter Gebrauch unserer headtorches) wandern. Zwischendurch wurden wir von ein paar Schauern heimgesucht. Unserer Campingplatz war am Lake McKenzie gelegen und nachdem wir alle unsere Zelte aufgestellt hatten, ist die gesamte Gruppen zum Nachtbaden gegangen. Nach diesem langen Tag haben mir dann auch meine 2-minute-noodles sehr gut geschmeckt. Am 16. bin ich dann schon ziemlich früh aufgewacht und nach einem Morgenbad im Lake haben wir unsere Zelte abgebrochen und ich habe dann mit einer Schülergruppe den zweiten Tag und somit die nächsten 12km in Angriff genommen. Vom Lake McKenzie ging es die ganze Zeit rainforest-Gebiet zum Lake Wabby. Vor dem Lake ist eine riesengroße Sanddüne entstanden, die es am nächsten Tag zu überqueren galt. Der dritte Tag solle auch der anstrengendste werden, da wir knapp 18km zurücklegen mussten. Einige Gruppen sind schon um 4 Uhr nachts aufgebrochen. Ich bin mit den Lehrern schon gemütlich um 7 Uhr losgewandert, am Lake vorbei, über die Sanddüne und zunächst drei Kilometer am Strand entlang nach Eurong. Hier haben wir wie verabredet die Schüler getroffen und ich bin dann mit ein paar Schülern gleich weiter Richtung Central Station. Ziemlich müde haben wir unsere Zelte aufgestellt, den Luxus einer eiskalten Dusche genossen und dann gab es wieder einmal 2min-noodles. Tag vier war dann wesentlich entspannter. 12km retourn zum Lake Birrabeen standen an. Mit Handtuch, Badehose und einer Flasche Wasser ausgerüstet konnte man diese 12km richtig genießen, auch wenn es teilweise ziemlich steil bergauf gegangen ist. Bereits um gegen halb zwölf waren wir von dieser Wanderung zurück, unsere Zelten waren in der Zwischenzeit getrocknet und nachdem Packen ging es noch vier km weiter am Basin Lake vorbei (natürlich mit Stopp zum schwimmen) und weiter nach Lake McKenzie. Nachdem ich mit ein paar Schülern den See halb durchschwommen habe gab es mal wieder (ihr werdet es kaum glauben) eine leckeres 2min-noodle-Gericht. Am letzten Tag auf Faser mussten wir noch einmal knapp 14km nach Kingfisher Bay wandern, von wo aus wir die Fähre zurück nach Harvey Bay genommen haben. Hier haben wir direkt am Hafen eine weitere Nacht auf einem Campingplatz verbracht, abends endlich was ordentliches gegessen und am nächsten Morgen ging es zurück nach Sydney.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb mir allerdings nicht. Schnell ein paar Sachen waschen und ab ins Bett, denn am nächsten Morgen (Freitag, der 21.März) musste ich schon um sechs Uhr wieder aufstehen. Margie, Bill und ich haben uns gegen sieben Uhr ins Auto gesetzt und sind nach Canberra gedüst. Auf dem Weg haben wir in Golburn ein zweites Frühstück eingenommen und durften das größte Schaf Australiens bewundern (siehe Foto; es gibt auch eine big banana, big prawn, big bull, big ananas, etc in Australien ;-)). In Canberra haben wir unseren ersten Halt im War Memorial gemacht und sind nach einem Picknick noch in der National Gallery of Art gewesen und durften ein paar echte Friedrichs und Monets bewundern. Anschließend hat Sean mich dann abgeholt und mit ihm und seiner Freundin sind wir zu Sean nach Hause gefahren, wo wir den Rest des Tages relaxt haben. Sean kenne ich aus California. Wir waren mal in der gleichen Jugendherberge irgendwo in der Nähe von Los Angeles. Am nächsten Tag sind wir zusammen mit Bree (mit der war er in Cali) in die Parlamentsgebäude gegangen. War recht interessant und alle hatten kleine Ausstellungen über die Geschichte Australiens und Canberras. Nach einer Subway-Sandwich-Stärkung (was für eine Alliteration) ging es nach in das Australia National Museum und anschließend auf den Telstra Tower, von wo man eine sehr gute Aussicht auf die ca. 360.000 Einwohner Stadt hatte.
Am nächsten Tag hat Sean mich nach Tharwa (südlich von Canberra aber noch im ACT) gefahren, wo ich mich von ihm verabschiedet habe und wo ich dann Benni, Gapper, der dort bei Outward Bound (Outdoor Education Camp) arbeitet. Er hatte ein paar Tage frei und somit sind wir, nachdem er mir sein Placement gezeigt hat, zu einer kleinen Wanderung zum Mt. Tennent aufgebrochen. Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich klettern gehen, was aufgrund des Regens ausfallen musste. Somit haben noch ein bisschen mehr gechillt und Benni hat mich dann am späten Nachmittag nach Canberra reingefahren, von wo aus ich mit dem Greyhound Bus zu Central Station in Sydney gefahren bin. Ab in Zug und nach Parramatta und schon war ich wieder bei meiner Gastfamilie angekommen. Gleich am nächsten Tag (25.) ging es wieder zur Arbeit. Dienstag und Mittwoch habe ich Zeugnisse sortiert, korrigiert und eingetütet, mich um die Umfragen der letzten 5 Jahre gekümmert, im Sportunterricht ausgeholfen. Donnerstag stand eine weitere Exkursion mit den Yr 7 an und zwar zu einem riesigen Staudamm und zu einem Klärwerk. Freitag habe ich dann das erste Mal für die Junior School gearbeitet. Das werde ich in der Zukunft zwei Morgende in der Woche machen (von 9 Uhr bis Lunch). Es geht hauptsächlich darum, die Lehrer bei den Unterrichtsvorbereitungen zu helfen, Tests zu korrigieren und Noten eintragen oder mit den Schülern Lese –und Schreibeübungen zu machen.
Tja, und dann war schon wieder Wochenende. Am Samstag habe ich nichts gemacht ;-). Sonntag bin ich mit meinem Gastbruder Matt zur Royal Easter Show gefahren. Das ist eine Art Jahrmarkt, Viehmarkt und Wochenmarkt in einem. Wir sind knapp fünf Stunden lang rumgelaufen, haben uns die Shows (wood chopping is fun) und die Tiere angeguckt. Nachdem wir wieder mit dem Bus nach Hause gefahren sind, stand noch der allsonntägliche Kirchgang auf dem Programm.
In der jetzigen Woche ist nicht viel passiert. Ein paar weitere Zeugnisse, Sport und Arbeiten fuer die middle School.

Naechste Woche Donnerstag Abend geht es dann mit dem Flugzeug nach Darwin. Hier werde ich mich mit Christian treffen und dann zwei Wochen die Westkueste runterreisen. Neben zahleichen Nationalparks steht auch das Ningaloo Reef auf dem Programm. Am 26. April werde ich wieder zurueck in Sydney sein.

Ich hoffe bei euch allen ist alles in bester Ordnung und ihr habt die freien Ostertage genossen!!??
Viele Gruesse von hier und bis bald
Thorben

Dienstag, 4. März 2008

Das war los!!!

Moin moin, so nach einem knappen Monate ohne Eintrag ist es mal wieder soweit.

In der Woche vom 4.2 bis zum 8.2 war ich die ganze Zeit im Office beschäftigt. Neben Kopieraufträgen habe ich Hunderte von Year Books in Briefumschläge gepackt, habe diese dann mit Hunderten von Adressaufklebern versehen um dann letztendlich Hunderte von Briefmarken aufzukleben. An dem Freitag, 8.2, sind mein Gastbruder James und ich noch abends in die City gefahren. In Darling Harbour haben wir ein paar Freunde getroffen und sind dann anschließend in einen Club gegangen. Obwohl es an diesem Abend ein bisschen später geworden ist, bin ich schon früh am nächsten Tag aufgestanden und bin mit Matt, Belinda, Margie und Bill zum Powerhouse Museum gefahren. Hier haben Bill, Matt und ich uns die Technikauststellung angeguckt, während meine Gastmutter und meine Gastschwester sich die Diana Exibition angeschaut haben. Am Nachmittag habe ich Matt beim Fußballspielen zugeschaut und nach dem Abendbrot sind James, Phil und ich zu Ben gefahren, wo wir ein paar Dvds geguckt haben und mal wieder Guitar hero gespielt haben. Am Sonntag stand dann nichts weiter an, außer ausschlafen und der allsonntagliche Kirchgang.
Der Montag begann dann gleich mal wieder mit Office Work. Doch da ich eine Vielzahl von Sachen zu tun hatte, war es gar nicht so schlimm. Während Lunch gebe ich jetzt jeden Montag zwei Schülern in Deutsch Nachhilfe. Nach der Schule gab es noch ein Treffen für alle Duke of Ed Hike Teilnehmer, bei dem ich natürlich auch war. Abends stand ein weiteres Basketballspiel auf dem Programm, welches wir gewonnen haben. Mittwoch dann wurde ein großer Basketball Gala Day veranstaltet, bei dem ich die Aufgabe hatte, Score Sheets bei den Spielen auszufüllen. Leider ist das William Clarke Team schon nach der Vorrunde ausgeschieden, aber damit man sich Unterricht bzw. Arbeit sparen kann, sind der Coach, die Schüler und ich noch bis zu dem Finalspiel dageblieben ;-). Am Donnerstag, 14.2, habe ich mich dann das erste mal als Sportlehrer betätigt. Zusammen mit einem anderen Lehrer haben wir in den ersten zwei Stunden Year 1 Klassen unterrichten. Den Tag habe ich dann mit ein bisschen weiterer Office Work ausklingen lassen. Freitag stand der Year 9-12 Swimming Carnival an. Hier habe ich, nachdem ich die ersten zwei Stunden mir die races angeguckt habe, einen Job als Zeitnehmer gehabt und probiert, dass PE department so gut wie es geht zu unterstützen. Der School Spirit spielt bei solchen Veranstaltungen eine große Rolle. Die Schüler sitzen in ihren House Groups (12 Häuser, fast so wie bei Harry Potter;-)) und man feuert sich gegenseitig an. Die Arbeit hat wirklich viel Spaß gemacht. Samstag ist tagsüber nicht viel passiert. Abends sind wir zu Penguins Geburtstagsparty gefahren und nach einem Kebab bei Jimmy´s (unsere Stamm-Döner-Bude) ging es dann gegen halb vier nach Hause.
Montag war ich wieder im Office. Habe Daten in die Datenbank geschrieben, kopiert, Ordner gefaltet, Listen für Board of Studies überprüft. Dienstag dann fand der Swimming Carnival für Year 3-8 statt. Hier war ich wieder als Zeitnehmer tätig und durfte zwischendurch sogar zweimal mit anderen Lehrern in den Pool springen, um den Year 3 Kindern bei ihren Rennen zu helfen. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Adressaufklebern und zwar im Zeichen von 800 Stück. Donnerstag ging es dann auf zu meinem zweiten Duke of Edingburgh Hike, diesmal den Silver Hike. Für drei Tage und zwei Nächte ging es mit einem großen Rucksack und Zelt bewaffnet in den Royal National Park und in den Heathcote National Park südlich von Sydney. Nach einem MacDonald-Frühstück der drei Lehrer und mir haben wir uns dann als letzte Gruppe auf den Weg gemacht. Das Wetter war perfekt. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und um die 25 Grad. Wir sind an zahlreichen Wasserfällen und unglaublichen Ausblicken vorbeigekommen. Der Hike hat wirklich viel Spaß gemacht und die zahlreichen Creeks und Pools haben immer wieder für Erfrischung gesorgt. Sonntag habe ich den Großteil des Tages in der Hängematte verbracht. Nach der Kirche bin ich noch mit Phil, James Manson und Nathan Pizza essen gegangen.
Am Montag war in der Schule nichts besonderes los. Zu Hause habe ich mit Matt noch ein bisschen Backyard Cricket und Tischtennis gespielt. Dan, ein guter Kumpel von James, ist heute eingezogen und wird für ein paar Tage in der Woche hier wohnen, da seine Uni in der Nähe ist und er nicht so viel fahren will. Mittwoch bin ich dann mit einem Sportlehrer und den ganzen Year 5s und deren Klassenlehrern zum Year 5 Sport Gala Day gefahren. Sportarten die angeboten wurden, waren Tee-Ball, Newcombeball und Cricket. Von den ersten zwei habe ich davor noch nie etwas gehört und bei Cricket sind mir bestimmt 95% der Regeln nicht bekannt. ;-) Ich habe den ganzen Tag über eine Gruppe von 11 Schülern betreut, die im Tee-Ball Team waren. Da Tee-Ball die einfache Version von Baseball ist, habe ich die Regeln etc. schnell herausgefunden. Ich war dafür verantwortlich, dass wir rechtzeitig auf dem Spielfeld standen, dass jeder genügend Spielzeit bekommt, dass die Motivation aufrecht erhalten wird und zudem hatte ich eine Schiedsrichterfunktion. Gleich nach der Schule bin ich mit einem Sportlehrer ins Schwimmbad gefahren. Hier haben wir alles für die Swimming Finals vorbereitet und mit den mithelfenden Lehrern Pizza gegessen. Wieder war ich als Zeitnehmer tätig. Auf Grund eines starken Gewitters und vieeeeeeeel Regen mussten die Rennen für ca. 20min unterbrochen werden. Gegen neun war ich heute zu Hause, hatte also einen ziemlich „sportlichen“ 13-Stunden-Tag. Donnerstag ging es wieder in die Junior School zum Sportunterricht. Anschießend habe ich ein bisschen Office Work für die Junior School erledigt. Freitag habe ich mit Office Work weiter gemacht, sowohl für die Junior School als auch für die Administration Leute. Ansonsten habe ich mich mit Tausenden von Badekappen von den Swimming Carnivals beschäftigt, was hauptsächlich waschen und zum Trocknen aufhängen bedeutet. Abends sind Phil, James und ich zu einer Charity Party gefahren. Dresscode, mindestens Hemd, Anzughose und gute Schuhe. War ein echt netter Abend. Samstag ist nicht viel passiert. Nach einem späten Frühstück und ein paar Stunden in der Hängematte ist Oncle Peter gekommen und wir haben alle zusammen Abendbrot gegessen. Phil hat James und mich später abgeholt und wir sind zum RSL Club gefahren, wo Amelies Geburtstagsnachfeier statt fand. Sonntag stand auch im Zeichen der Erholung. James Bill und ich sind für ca. eine Stunde zu einer Mountainbiketour um den Lake Parramatta aufgebrochen, was viel Spaß gemacht hat und auch das Wetter war an diesem Tag richtig gut. Abends ging es wieder zur Kirche und anschließend Treffen bei MacDonalds (viele Jugendliche aus der Kirche treffen sich immer nach der Kirche entweder bei MacDonalds oder zum Pizza essen oder zum Cricket gucken etc.). Mein Gastbruder musste auf Grund der Bekanntschaft mit einem Straßenschild während der Mountainbiketour seine Kopfschmerzen auskurieren und war somit nicht von der Party. Mit Phil bin ich dann später nach dem MacDonaldabendessen wieder nach Hause gefahren.
Jetzt ist schon wieder Dienstag. Gestern und heute hatte ich wieder ordentlich im Office zu tun. Morgen geht’s für drei Stunden zum Sportunterricht und auch Freitag werde ich als Sportlehrer tätig sein. Am Donnerstag steht ein weiterer Basketball Gala Day auf dem Programm, bei dem ich wieder mit von der Partie sein werde. Apropos Basketball, gestern fand das Topspiel in unsere Liga statt. Erster gegen zweiter. Wir haben erst einmal verloren und die andere Mannschaft zweimal. Nach harten umkämpften zwei Minuten lief es bei uns wie am Schnürchen, sodass wir das Spiel mit 21:40 gewinnen konnten.

So, Mitte März (vom 15.3 – 20.3) werde ich auf einen weiteren Duke of Edingburgh Hike gehen und zwar nach Fraser Island. Wir werden dort mit dem Flugzeug hinfliegen und dann fünf Tag Hiken und knapp 80km zurücklegen. Gleich im Anschluss daran folgt ein langes Wochenende, vier Tage frei, in denen ich nach Canberra fahren werde. Mitte April sind dann schon wieder Ferien. Mein Flug nach Darwin ist schon gebucht und auch mein Rückflug von Perth aus, steht schon fest. Die Reise werde ich zusammen mit Christian (Gapper, der in Albury arbeitet) antreten und wir haben mehr als zwei Wochen Zeit uns die Westküste von Australien anzuschauen.
Ich hoffe bei euch ist auch alles in bester Ordnung.
Ich denke an euch.
Bis bald und Gruß an euch alle
Thorben

Sonntag, 3. Februar 2008

Blue Mountains, New Zealand und der Rest

G´day an alle.
In den folgenden paar Zeilen werde ich mal berichten, was so alles geschehen ist, seitdem ich mich das letzte mal hier zu Wort gemeldet habe.
Ich hatte ja gesagt, dass wir am 4. Januar in die Blue Mountains fahren wollten, zum Campen. Nachdem wir allerdings mit ein paar Stunden Verspätung von James Mansons Haus losgefahren sind, konnten wir kein Ticket mehr für einen Campingplatz in dem Blue Mountains National Park kaufen. Zum Glück kennt mein Gastbruder immer Tausende von Leute und somit haben wir uns nach einem Stopp bei Dominos Pizza auf den Weg zum Haus der Eltern einer Bekannten gemacht. Hier haben wir den ganzen Abend verbracht, DVD geguckt und schließlich durften wir dort übernachten. Gleich am nächsten Morgen sind wir dann nach Katoomba gefahren. Dort haben wir erst mal einen richtigen australischen Meat-Pie gegessen und sind dann weiter zu meiner Gastfamilie gefahren, die in Katoomba ein Ferienhaus gemietet haben. Nach ein paar Stunden Guitar Hero spielen mit Manson und Phil sind wir zum Ferienhaus von Phils Eltern gefahren und haben dort DVD geguckt. Bevor es Abendbrot gab, haben wir uns noch alle ein Cricketspiel im TV angeguckt und anschließend ging es dann zur Summerschool. Diese Veranstaltung geht eine Woche lang und es kommen Jugendliche aus ganz NSW dorthin. Da es eine kirchliches Camp ist, wir auch viel gebetet und es gibt regelmäßig Bible study. Das Gute daran ist, dass man dabei auch viele neue Leute kennen lernt, einige William Clark Schüler und Lehrer waren auch dabei.
Am nächsten Morgen haben wir leider die morning session verpasst. Ups ;-) Ich bin mit meinen Gasteltern Bill und Margie nach Leura gefahren, wo wir in einem Kaffe bei strahlender Sonne gefrühstückt haben. Nach der Besichtigung der three sisters (bizarre Felsformation in den Blue Mountains) ging es wieder zurück Katoomba und nach Lunch sind wir mit Phil ins Schwimmbad gefahren. Dies mal pünktlich sind wir zur evening session gefahren und anschließend gleich wieder nach Hause. Am 7.1 ging es morgens schon ganz früh zur morning session. James und ich sind jedoch schon gleich nach morning tea wieder nach Hause gefahren und haben ein bisschen gechillt. Nach einem ausführlichen Lunch habe ich mich mit Bill und Matt auf den Weg zum Grand Canyon gemacht (ja, den gibt es hier auch). Dort sind wir über drei Stunden einen Wanderweg entlang gelaufen, haben wunderbare Aussichten genossen und sind in einem ca. 12Grad kaltem Gebirgssee schwimmen gewesen. Abends haben wir (James und ich) uns wieder mit den anderen getroffen und sind zu einem Lookout gefahren, von wo man eine klasse Aussicht hatte. Ja und am 8.1 waren wir noch mal kurz bei der morning session und dann hat Margie mich zum Flughafen gefahren. Auf geht´s nach Neuseeland!!

Leider gab es doch nicht so viel Verkehr wie erwartet, so dass ich schon um kurz nach vier am Flughafen war. Dabei sollte mein Flug erst um 7.40Uhr losgehen. Da noch nicht einmal der Schalter auf hatte, habe ich mir das erst mal auf einer Bank gemütlich gemacht. Irgendwann später ist dann auch Priska, eine Gapschülerin, aufgetaucht und nach dem Check-In ging es dann sogar mit ein bisschen Verspätung auf Richtung Christchurch. Dort sind wir, dank weitere zwei Stunden Zeitumstellung, mitten in der Nacht angekommen. Mit dem Taxi (erwies sich dank der Anzahl an gefundenen Mitfahrern als extrem günstig) sind wir zu unsere Jugendherberge gefahren. Am nächsten Morgen schließlich, habe wir uns dann mal Gedanken darüber gemacht, was man denn auf Neuseeland unbedingt gesehen haben muss. Also wurde erst mal der Lonley Planet gewälzt und wir haben uns eine Rundtour zusammen gebastelt. Den Rest des Tages haben wir dann in Christchurch verbracht. Stadtbesichtigung, Botanische Gärten, etc. Am nächsten Morgen mussten wir relativ früh aufstehen, da ein Tagesausflug auf die Banks Peninsula anstand. Mit dem Bus und nach zahlreichen Fotostopps sind wir schließlich in Akaroa angekommen. Hier haben wir auch unsere erste „Wanderung“ unternommen. Doch unserer Aufstieg in die Berge endete auf einem Privatgrundstück. Die Landschaft hingegen war echt schön. Die ganzen Fjorde, Berge, das blaue Wasser und gutes Wetter. Bevor es mit dem Bus wieder Richtung Christchurch ging, haben wir noch ein paar Stunden in der Akaroa verbracht.
Am 11.1 haben wir dann unsere Sachen gepackt und sind mit dem Bus zum Lake Tekapo gefahren. Hier haben wir auch gleich nach unserer Ankunft eine 3.5-Stunden Wanderung auf den Mt. John begonnen. Der türkisblaue See, mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund lieferte eine herrliche Aussicht. Von ganz oben konnte wir sogar den höchsten Berg Neuseeland, den Mt. Cook, bewundern. Da unsere Zeitplan ziemlich straff organisiert war, haben wir uns schon gleich am nächsten Morgen mit dem Bus nach Queenstown aufgemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir durch zahlreiche verschiedene Landschaften Neuseelands gefahren. Von bizarren Felsformationen, schneebedeckten Bergen und weiten Steppen (Land von Rohan aus Herr der Ringe) war alle vorhanden.Die Adrenalin-Hochburg Neuseelands liegt mitten in den Bergen an einem großen See. Mir war allerdings nicht bewusst, dass es nur ca. 8100 Einwohner gibt und wurden meine Erwartungen an diese Stadt nicht ganz erfüllt. Dennoch haben wir den ganzen Tag im Stadtzentrum verbracht. Haben ein bisschen Sightseeing gemacht und unsere weitere Reise geplant. Nach der Besichtigung des ältesten Wohnhauses Queenstowns, einer alten Kirchen und eines Rugbyspiels war die Sightseeingtour jedoch schon wieder beendet und den Rest des Tages haben wir am See gechillt.
Früh am nächsten Morgen, um 6 Uhr, sind wir mit dem Bus auf der am höchsten gelegenen befestigten Straße Neuseelands zum Fox Gletscher gefahren. Dort angekommen, haben wir unser Zimmer in der Jugendherberge bezogen und haben uns dann auf zur Gletschertour gemacht. Ausgestattet mit Regenjacke, Wanderstiefeln und Schneespikes für die Schuhe, sind wir zunächst mit einer Gruppe von ca. 12 Leuten neben dem Gletscher im Regenwald gewandert. Hier konnte man noch locker T-Shirt und kurze Hose tragen, doch sobald wir auf den Gletscher gegangen sind, waren warme Sachen schon angebracht. Diese Gegebenheit, dass Regenwald und Gletscher aufeinander treffen, gibt es nur an zwei Orten auf dieser Welt (irgendwo in Südamerika und auf Neuseeland). Die Gletschertour hat echt viel Spaß gemacht und war mit Sicherheit eines der Hightlights vom gesamten Trip. Der 14. Januar stand ganz im Zeichen der Busfahrt. Über acht Stunden sind wir in einem 20-Sitzer gen Norden nach Nelson gefahren. Auf dem Weg konnten wir sogar noch einen Blick auf den Franz-Josef-Gletscher werfen. Nach einem Zwischenstopp in Greymouth sind wir schließlich abends in unserem Hostel angekommen und haben auch gleich unseren Ausflug zum Abel Tasman National Park geplant und gebucht. Anschließend haben wir noch ein bisschen Nelson erkundigt und mal wieder das typische Backpacker Essen Spagetti (da billig und einfach zu machen) gekocht.
Mit dem Bus sind wir früh am Morgen eine Stunde in Richtung National Park gefahren und sind bei strahlendem Sonnenschein in ???????? angekommen. Dort haben wir uns in ein Boot gesetzt und sind nach Bark Bay gefahren. Hier wurden wir mitten am Strand ausgesetzt und wir haben uns aufgemacht die 21km entlang der Küste nach Marahau zurück zu laufen. Wieder war die Landschaft hier einfach nur wunderschön. Auf der einen Seite das türkis blaue Meer, auf der anderen Seite Regenwald und Berge. Nach einem Erfrischungsbad im Appletree Bay sind wir mit dem Bus von Marahau wieder zurück nach Nelson gefahren. Hier haben wir noch ein bisschen die Stadt besichtigt und sind dann zum geografischen Mittelpunkt Neuseelands gelaufen.
Wieder mal mit dem Bus sind wir am 16.1 von Nelson nach Picton gefahren. Da wir noch ein ca. 2.5 Stunden auf unsere Fähre nach Wellington warten mussten, haben wir bei strahlendem Sonnenschein direkt am Hafen gefrühstückt. Die dreistündige Überfahrt war sehr entspannend. Haben oben auf dem Deck gesessen und das perfekte Wetter hat für geniale Aussichten auf die Fjordlandschaft gesorgt. Nachdem wir unser Hostel endlich gefunden hatten, haben sind wir noch ein bisschen in der Innenstadt rumgelaufen und am nächsten Tag haben wir eine richtige Stadtbesichtigung gemacht. Auf eigene Faust haben wir uns ein paar alte Kirchen angeguckt (juhuu Kultur!! ;-)), wir waren in den Botanischen Gärten, haben den Mt. Victoria erklommen, von wo aus man einen tollen Blick auf ganz Wellington hatte und waren schließlich im Te Papa Museum. Da wir heute schon um sechs Uhr Abends mit dem Nachtbus nach Turangi fahren wollten und wir ja morgens aus dem Hostel auschecken mussten, haben wir unsere Gepäck im Museum deponiert. Pünktlichst waren wir dann am Busbahnhof und auf ging immer weiter nach Norden. In Turangi sind wir schließlich um 1 Uhr Nachts angekommen, um zwei hatten wir dann in unserem Hostel eingecheckt und um fünf mussten wir wieder aufstehen da uns ein Bus abgeholt hat der uns zu einem der schönstens Wanderwege Neuseelands bringen sollte. Um 7 Uhr standen wir zusammen mit dem Schweizer Georg am Startpunkt des über 20km langen Wanderwegs, der Tongariro Crossing genannt wird. Die ersten 30 Minuten sind wir auf einer weiten Eben gelaufen und dann kam auch schon der erste richtige Anstieg. Die ganze Zeit über konnte man den Mt. Ngauruhoe, wahrscheinlich besser bekannt als der Schicksalsberg aus Herr der Ringe, bewundern. Als wir schließlich den ersten Aufstieg hinter uns gebracht haben, konnte man eine herrliche Aussicht auf den Berg selbst und auf das umliegende Land mit den schneebedeckten Bergen am Horizont genießen. Weiter ging es dann zum South Crater, wo wir beschlossen haben, zunächst einmal nicht dem Crossing zu folgen, sondern einen Abstecher zum Mt. Tongariro zu machen. Die Aussicht hier (immerhin auf 1967m Höhe) war noch mal eine Steigerung dessen, was wir schon zuvor gesehen haben. An dem Red Crater und an den Emerald Lakes vorbei (türkisblaue Bergseen und überall kommt Schwefel und heißer Wasserdampf aus der Erde), ging es nach zwei weiteren steilen Anstiegen zu den Ketetaki Huts, wo wir erst einmal eine längere Pause eingelegt haben. Der Abstieg verlief dann durch ein Regenwaldgebiet und unten angekommen wurden wir schließlich wieder mit dem Bus abgeholt und nach Turangi gebracht. Von da aus sind wir noch am selben Abend weiter nach Rotarua gefahren. Hier sind wir um gegen 19 Uhr angekommen und da wir nach der Wanderung ziemlich erschöpft waren, haben wir beschlossen, die Stadt nicht mehr zu erkunden.
Am 19. haben wir uns dann aufgemacht, die wohl am übelriechendste Stadt der Welt uns anzugucken. Aus zahlreichen Löchern in und um der Stadt steigen schwefelhaltige Gase aus dem Boden aus. Die dazugehörigen Schlammlöcher und Geysire machen Rotarua zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Allerdings ist mir immer noch schleierhaft, wie an bei diesem Gestank länger als eine zwei Tage überleben will. Nachdem wir uns die volle Dröhnung nahe des Sees (hier gibt es ein großes Areal, wo es meiner Meinung nach am heftigsten war) gegeben haben, sind wir zu einem kleinen Maoridorf gelaufen und von da aus wieder in die City. Die zwei Kilometer außerhalb der Stadt zu einem 20m hohen Geysir sind wir zu Fußgelaufen. Eigentlich hätte man für die Besichtigung diese Geysirs Eintritt in einen Park zahlen müssen, aber wir haben uns das Spektakel lieber von außerhalb des Zaunes angeguckt ;-).
Unser Bus über Auckland nach Paihia (Bay of Islands) fuhr am 3 Uhr nachts ab und gegen 10 Uhr Morgens sind wir bei strömenden Regen schließlich am nördlichsten Punkt unsere Route angekommen. Durch einen Mangrovenwald sind wir zu den Hururu Wasserfällen gelaufen und wieder zum Hostel zurückgekehrt. Es war echt schade, dass das Wetter ziemlich schlecht war, so dass man kaum etwas machen konnte und normalerweise soll die Bay of Islands wunderschön sein, was ich bedingt durch die Wetterlage allerdings nicht bestätigen konnte.
Am nächsten Morgen ging es dann zurück nach Auckland, auch hier hat es die ersten paar Stunden unseres Aufenthalts geregnet. Sobald wir eingecheckt haben, sind wir dann die Hauptstraße runtergelaufen, Richtung Hafen. Den Rest des Tages haben wir dann damit verbracht, die Innenstadt Aucklands zu erkunden. Auch der 22.1 stand ganz im Zeichen von Sightseeing und Besichtigung. Unter anderem sind wir auch auf den höchsten Turm der südlichen Hemisphäre gestiegen und konnten bei gutem Wetter einen Blick auf die gesamte Stadt verwerfen. Gegen vier Uhr sind wir dann mit dem Airportshuttle zum Flughafen gefahren. Über Wellington sind wir dann von Auckland nach Christchurch geflogen, wo wir gegen zehn Uhr abends angekommen sind. Nachdem wir unser Gepäck geholt haben, haben wir nach einem geeigneten Schlafplatz gesucht und sind sogar fündig geworden. Und zwar vor den Bänken in der Ankunftshalle auf dem Fußboden. Nach ein paar Stunden Schlaf sind wir um fünf Uhr aufgestanden und sind dann um 7 Uhr von Christchurch über Brisbane nach Sydney geflogen. Somit haben wir innerhalb von nicht einmal 24 Stunden fünf Flughäfen bewundern dürfen ;-). Mit dem Zug ging es für mich weiter nach Parramatta und dann mit dem Bus nach Hause.
Der 24. Januar ging dann ganz für Relaxen und Ausruhen drauf und am 25. stand das erste staff meeting auf dem Programm. Da noch keine Schulbusse fahren, konnte ich zum Glück mit einer Lehrerin mitfahren. Zahlreiche Reden wurden gehalten und alle mussten einen bisschen Erste Hilfe üben. Highlight des Tages war das Lunch Bufett. Und dann stand das lange Wochenende vor der Tür. An Samstag, dem 26. Januar, war Australia Day und gegen sieben Uhr abends sind James, Dan und ich in die Stadt gefahren. Ben hat sein Geburtstag gefeiert, direkt am Opera House und mit Blick auf die Harbour Bridge. Gegen zwei Uhr waren wir zurück bei Dan, wo wir auch übernachtet haben und Sonntag war dann auch eher zum Entspannen da. Montag gab es dann einen Public Holiday und Margie, Bill, Matt und ich sind früh morgens an den Strand gefahren. Nachdem wir ca. zwei Stunden im Wasser verbracht haben, gab es großes Picknick und was gibt es schon besseres als in Badeshorts mit einem Chickensandwich bewaffnet und bei strahlender Sonne am Strand zu sitzen? ;-) Abends stand noch ein Basketballspiel an, dass wir mit 41:46 gewinnen konnten. Dienstag ging es dann wieder in die Schule, zweiter Staff Day. Von Dienstag bis Freitag hieß es für mich hauptsächlich store rooms aufräumen, Tische und Stühle schleppen und für die Junior School neue Tische auf die richtige Größe einstellen. Gestern (2.2) war nicht besonders viel los. Ich bin mit James und Dan nach Blacktown gefahren, wo James sich ein Auto anguckt hat. Abends waren wir alle drei bei Phil, der seinen Geburtstag nachgefeiert hat.
Heute war ich wieder in der Schule. Es war aber nicht spannendes los und auch das staff meeting nach der Arbeit hat nicht gerade den groessten Entertainment-Faktor ;-) . Ich bin mal gespannt, ob ein paar neue Aufgaben für mich in diesem Term dazukommen. Die nächsten Hikes, Camps und Exkursions stehen auch schon fest ;-)
Die langen Sommerferien sind echt verdammt schnell rumgegangen. Aber ich habe ordentlich viel gesehen und die nächsten Ferien werden auch schon wieder verplant.
Viele Grüße an euch alle nach Deutschland und natürlich auch nach Rhode Island und Illinois. Bis bald. . .